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Glossar

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit medizinischen Begriffen, die Ihnen auf dieser Site, in Büchern oder in Gesprächen mit Medizinern begegnen können.

A-δ-Fasern:
Schnell reagierende nozizeptive Nerven, die nahe unter der Hautoberfläche enden. Sie transportieren Botschaften von akutem Schmerz.

Agonist:
Ein Molekül, das einen Zellrezeptor aktiviert.

Analgesie:
Siehe Analgetikum.

Analgetikum:
Schmerzlinderndes Medikament.

Anterior:
Vorne.

Barium enema:
Prozedur, bei der eine Flüssigkeit, die eine Substanz mit dem Namen Barium enthält, durch den Anus in Rektum und Kolon eingebracht wird. Barium ist ein silbrig-weißes, metallisches Element, mit dem der untere Magen-Darm-Trakt auf einem Röntgenbild visualisiert werden kann.

Bradykinin:
Ein kleines Protein, das die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen erschlaffen lässt und Schmerzrezeptoren aktiviert.

Hirnstamm:
Der Teil des Gehirns, der die Verbindung zum Rückenmark bildet. Er besteht aus Medulla oblongata (verlängertem Rückenmark), Pons (Brücke) und Mittelhirn.

C-Fasern:
Langsam reagierende nozizeptive Nerven tiefer im Körper, die Botschaften von chronischem Schmerz transportieren.

CGRP:
CGRP (Calcitonin gene-related peptide) ist ein Peptid, das in Nervenzellen zu finden ist. Es steigert die Aktivität von anderen Nervenzellen weiter oben in den Leitungsbahnen.

Kapillare:
Winzige Blutgefäße zwischen Arterien und Venen, die sauerstoffreiches Blut im Körper verteilen.

Katheder:
Dünnes, biegsames Röhrchen, durch das Flüssigkeiten in den bzw. aus dem Körper gelangen.

Zentrales Nervensystem (ZNS):
Gehirn und Rückenmark.

Zerebellum:
Der Teil des Gehirns, der hauptsächlich für Gleichgewicht und Koordination verantwortlich ist.

Zerebrale Hemisphären:
Die beiden Hälften des Zerebrums.

Zerebrum (Großhirn):
Der größte Teil des Gehirns, unterteilt in zwei Hälften, die jeweils aus vier Lappen bestehen. Zu seinen Funktionen gehören Sprechen, Erinnerung, Sehen, Persönlichkeit und die Muskelkontrolle für bestimmte Körperbereiche.

Zervikal:
Beim Gespräch über die Wirbelsäule verweist dieser Begriff auf die Nackenregion.

Analgetika-Mischpräparate:
Kombinationen eines einfachen Analgetikums mit einer anderen Substanz, zumeist Kodein oder Koffein.

Kontrastmittel:
Eine Substanz, die Röntgenstrahlen blockiert und sich auf einem Röntgenfilm weiß dargestellt. Sie ermöglicht dem Radiologen, das Organ oder das Gewebe, das sie füllt, zu untersuchen.

Corpus callosum:
Ein dicker Strang von Nervenfasern, der die beiden zerebralen Hemisphären des Gehirns verbindet.

Dermis:
Die zweite Schicht der Haut. Hat eine Stützstruktur, Blutgefäße, Nerven und Haarfollikel.

Hinterhorn:
Teil des Rückenmarks, der in Richtung Körperrückseite liegt und der als Schranke für Schmerzbotschaften fungiert.

Enzephaline:
Natürlich vorkommende Moleküle im Gehirn. Enzephaline binden sich an spezielle Rezeptoren in Gehirn und Rückenmark, um Schmerzbotschaften zu stoppen. Es handelt sich um die gleichen Rezeptoren, die auch auf Morphin und andere opioide Analgetika reagieren. Enzephaline beeinflussen auch andere Funktionen im Gehirn und im Nervensystem.

Endorphine:
Natürlich vorkommende Moleküle, die aus Aminosäuren bestehen, den Bausteinen von Proteinen. Endorphine binden sich an spezielle Rezeptoren in Gehirn und Rückenmark, um Schmerzbotschaften zu stoppen. Es handelt sich um die gleichen Rezeptoren, die auch auf Morphin und andere opioide Analgetika reagieren.

Epidermis:
Die stabile äußere Schutzschicht der Haut.

Epidural:
Medikamente, die epidural gegeben werden, werden in den Raum injiziert werden, in dem die Rückenmarksflüssigkeit um das Rückenmark zirkuliert. Sie können Schmerzen und andere Empfindungen (Nervenaktivität) in der unteren Körperhälfte blockieren, ohne die Muskelaktivität auszuschalten.

Foramina:
Löcher in der Schädeldecke, durch die die Hirnnerven gehen.

Frontaler Kortex:
Der Teil des Gehirn, der für logisches Denken, Planung, abstraktes Denken und andere komplexe Denkfunktionen zusätzlich zur Motorik zuständig ist.

Histamin:
Ein chemischer Stoff, der vom Körper produziert wird und an einer Entzündung beteiligt ist (Schwellungen, Hitzegefühl, Schmerzen und Rötungen in Verbindung mit einer Verletzung von Körpergewebe), insbesondere bei allergischen Reaktionen. Histamine führen dazu, dass die Blutgefäßwände durchlässiger werden, was die Blutzufuhr zum verletzten Gewebe erhöht (es rötet sich) und erlaubt, dass mehr Flüssigkeit vom Blutstrom in das Gewebe dringt (es schwillt an). Antihistamine, die zur Behandlung von Allergien eingesetzt werden, blockieren die Wirkung von Histaminen.

Nesselausschlag:
Eine Erkrankung, bei der sich Hautstellen röten, jucken und anschwellen ? normalerweise als allergische Reaktion auf bestimmte Lebensmittel oder Medikamente.

Hormone:
Chemische Substanzen, die als Botschafter im Körper fungieren und sich unmittelbar auf das Körpergewebe auswirken.

Hypothalamus:
Der Teil des Gehirns, der Körperfunktionen wie Essen, Schlafen und Sexualverhalten kontrolliert. Er hält die Körpertemperatur, wahrt das chemische Gleichgewicht und reguliert viele Hormone.

Intrathekal:
Injektion in die innerste Membran, die das Zentrale Nervensystem umgibt.

Intravenös:
In eine Vene.

Limbisches System:
Der Teil des Gehirns, der Emotionen produziert.

Mittelhirn:
Teil des Hirnstammes, von dem die Nerven, die die Augenbewegung und das Öffnen der Augenlider kontrollieren, kommen.

Motoneuron:
Eine Nervenzelle, die Muskelzellen anregt.

Nerv:
Ein Bündel von Neuronen.

Neuron:
Nervenzelle.

Neurotransmitter:
Chemischer Stoff, der für die Übertragung von Nervenbotschaften über die Lücke zwischen Neuronen zuständig ist.

Nozizeptives Neuron:
Nervenzelle, die mit einem Nozizeptor verbunden ist.

Nozizeptor:
Eine Struktur, die Signale innerhalb oder außerhalb des Körpers erkennt, darunter auch Temperatur, Druck und chemische Stoffe. Ein aktivierter Nozizeptor sendet Signale an Nervenzellen, die wiederum Botschaften an das Zentrale Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) übertragen.

Schmerzleiter/Stufenschema:
Die Schmerzleiter der Weltgesundheitsorganisation nutzt einen rationalen, stufenweisen Ansatz zum Schmerzmanagement. Dieser beginnt zunächst mit den schwächsten Medikationen und steigt dann die Leiter hoch, wenn die Schmerzen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die WHO empfiehlt auch, Schmerzmittel nach der Uhr (zu festen Zeiten) und oral einzunehmen und betont, dass Schmerzlinderung individuell an den Einzelnen angepasst werden sollte.

Partieller Agonist:
Molekül, das einen Zellrezeptor aktiviert, aber nicht so viel physiologische Veränderung bewirkt wie ein voller Agonist.

Peptid:
Jede Verbindung, die aus zwei oder mehr Aminosäuren, den Bausteinen von Proteinen, besteht.

Periphere Nerven:
Nerven, die zum und vom Zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) zu und von allen anderen Teilen des Körpers laufen. Die Nerven übertragen sensorische Botschaften (wie Berührung und Temperatur) und motorische Botschaften, die dazu führen, dass Gewebe und Organe des Körpers ihre Funktionen erfüllen, so beispielsweise Muskeln, die sich für eine Bewegung anspannen.

Posterior:
Hinten.

Prostaglandine:
Eine Gruppe von Substanzen, die viele Wirkungen im Körper haben. Sie spielen unter anderem auch eine Rolle bei Entzündung (Anschwellen, Hitzeschmerz und Rötung in Verbindung mit einer Verletzung des Gewebes), bei der Kontraktion der glatten Muskulatur (z. B. in Blutgefäßwänden) und der Beibehaltung einer konstanten Körpertemperatur.

Sensorische Neuronen:
Nervenzellen im Nervensystem, die für die Umwandlung von externen Reizen im Umfeld des Organismus in interne elektrische Impulse verantwortlich sind.

Sensorischer Rezeptor:
Struktur, die einen Reiz aus der internen oder externen Umgebung eines Organismus erkennt. Als Reaktion auf einen Reiz erzeugt sie abgestufte Potenziale oder Aktionspotenziale (ein Nervensignal) in der Nervenzelle, zu der sie gehört, oder in einer benachbarten Nervenzelle.

Einfache Analgetika:
Präparate, die nur ein Medikament enthalten und eingesetzt werden, um Schmerzen zu behandeln – wie beispielsweise Paracetamol, Aspirin oder nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs, non-steroidal anti-inflammatory drugs).

Somatosensorischer Kortex:
Der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung von Reizen, die von Haut, Muskeln, Knochen, Bändern und Gelenken kommen, verantwortlich ist. Er spielt eine Rolle bei der Bestimmung der Schmerzintensität.

Wirbelsäule:
Die Knochen des Rückens. Die Wirbelsäule schützt das Rückenmark und ermöglicht dem Körper die Bewegung in unterschiedliche Richtungen.

Rückenmark:
Der Nervenstrang, der von der Gehirnbasis zum Ende des Rückens geht. Er verarbeitet Informationen und leitet Impulse zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers.

Reiz / Stimulus:
Ein internes oder externes Ereignis, das eine Aktivität oder Reaktion des Nervensystems auslöst.

Substanz P:
Eine Proteinsubstanz, die die Nervenenden an der verletzten Stelle und im Rückenmark stimuliert und die Schmerzbotschaften erhöht.

Thalamus:
Teil des Gehirns, der als Relaisstation vom und zum zerebralen Kortex fungiert. Neben anderen Botschaften verknüpft er auch Schmerzsignale.

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