Die Wahrheit über Schmerz
Die International Association for the Study of Pain (IASP) definiert Schmerz als "ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird".1
Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die über die normale Zeit der Heilung hinweg andauern. Sie können als kontinuierlicher, langfristiger Schmerz über mehr als 12 Wochen beschrieben werden. Oder sie halten nach einer Heilungsphase, von der man von Schmerzen nach einem Trauma oder einer Operation ausgegangen ist, weiterhin an.
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Akute Schmerzen sind erst kürzlich aufgetreten und halten vermutlich nur begrenzt an. Akute Schmerzen sind kurzfristige Schmerzen, die weniger als 12 Wochen lang andauern.2
Akute Schmerzen habe eine Signal- und Warnfunktion. Sie treten meist bei Verletzungen, Entzündungen oder anderen körperlichen Schädigungen auf. Wird die zu Grunde liegende Ursache beseitigt, klingt der akute Schmerz wieder ab.
Problematisch wird es, wenn starke akute Schmerzen nicht rechtzeitig und nicht effektiv gelindert werden. Dann kann sich der Schmerz zu einer eigenständigen Erkrankung, der Schmerzkrankheit, entwickeln. Die Schmerzen sind chronisch geworden.
Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, sind auch emotional betroffen. Dieser Aspekt kann die körperlichen Schmerzsymptome verschlimmern.
Ein wichtiger Aspekt, der bei der Beurteilung von Schmerzen immer bedacht werden muss, ist, dass es sich bei Schmerzen um eine individuelle Erfahrung handelt. Selbst wenn Patienten an ähnlichen Erkrankungen leiden, werden die auftretenden Schmerzen immer von ihren eigenen Umständen und Empfindungen abhängen.